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Montag, 6. Februar 2012

Wo kann ich als Katholik meine Rechte einklagen?

Als Katholik habe ich das Recht, dass die Liturgie so gefeiert wird, wie es die Kirche in ihrem rechtmäßigen Lehramt wünscht. Nun habe ich zwar dieses im Kirchenrecht niedergeschriebene Recht, aber wo bleibt dasselbige, wenn in jeder Gemeinde die Liturgie anders "gestaltet" wird, eben den angeblichen Bedürfnissen der Gemeinde vor Ort gemäß, hinter welchen aber Kreativergüsse und Reformeifer von Pfarrern und Liturgiekreisen stecken?
Wohl kann ich bei den entsprechenden Verantwortlichen vor Ort mein Recht auf die Liturgie der Kirche einfordern, aber geschehen wird nichts. Wird der Bischof bereit sein, mir Recht zu verschaffen? Wie schön wäre eine Bewegung, die sich zum Ziel setzt, die Bischöfe zur echten Erneuerung der Liturgie zu gewinnen und von diesen gleichzeitig die Beseitigung von Missständen einzufordern. Ein einzelner Katholik wird zu wenig ernst genommen, aber viele könnten ordentlich Druck machen, damit die Liturgiebasteleien endlich aufhören.

Kommentare:

  1. In den Niederlanden ist man dort soweit, daß man zur Entlastung der Diözesangerichte ein interdiözesanes Strafgericht einrichtet. Da scheint jemand Redemptionis Sacramentum tatsächlich gelesen zu haben und nicht gleich in die Ablage P geworfen zu haben. Lobenswert!

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  2. O je, so etwas könnte ich gut brauchen. In meiner Gemeinde habe ich manchmal den Eindruck, Redemptionis Sacramentum sei als Wunschzettel verstanden worden... Credo im Sonntagsgottesdienst: gibt's nicht. Einführende Worte zur Lesung: vom Laien. Friedensgruß: machen wir im Wortgottesdienst. Kommunion von Priester und Ministranten: nach der Gemeinde. Doxologie des Hochgebets: spricht die Gemeinde zusammen mit dem Priester. Embolismus des Vaterunsers: lassen wir weg.

    Manchmal stelle ich mir ja ernstlich die Frage, ob ich mit einem Besuch dieser Messe meine Sonntagspflicht erfülle. Und ich finde es unschön, dass ich als Katholik mir so eine Frage stellen muss. Aber wahrscheinlich gibt es außer mir noch etwa zwei andere Gemeindemitglieder, die da so ähnlich denken wie ich. Der Rest findet das wahrscheinlich völlig in Ordnung so.

    Bin etwas deprimiert.

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  3. Ich habe mich schon gefragt, ob man sich an den Konsumentenschutz wenden soll.

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